4.0
IST DIE ZUKUNFT DIGITAL?
Otis Robinson, Leiter des Bereichs Industrie 4.0 und Redakteur bei wTiN, berichtet über Trends in der Digitalisierung für Nachhaltigkeit, die zunehmende Bedeutung der Mensch-Maschine-Interaktion und das aufstrebende, aber noch unsichere Metaverse.
Aus dem Bereich der chemischen Verarbeitung innerhalb der Lieferkette entfernt. Letztendlich können digitale Technologien die Nachhaltigkeit in einer Zeit unterstützen, in der eine traditionelle, konservative Industrie ihr Engagement für die Umwelt unter Beweis stellen muss.
Die Digitalisierung in der Textil-, Bekleidungs- und Modeindustrie bietet enorme Chancen. Da neue Technologien immer wichtiger werden, müssen sich die Akteure in ganz Asien darüber im Klaren sein, wie diese die Lieferkette positiv – oder auch negativ – beeinflussen können. Im Folgenden werden einige der wichtigsten Themen rund um die Digitalisierung in der globalen Branche vorgestellt.
Das Metaverse ist ein schnell wachsendes Netzwerk virtueller 3D-Welten mit Fokus auf soziale Interaktion und kann Berichten zufolge Umsätze und Bekanntheit für Modemarken generieren. Der Modemarkt im Metaverse entwickelt sich rasant und soll bis 2030 einen Wert von 50 Milliarden US-Dollar erreichen. Das Mode-Metaverse birgt das Potenzial, sowohl die Interaktion der Konsumenten als auch die Markenbekanntheit massiv zu steigern. Viele namhafte Modemarken haben digitale Kollektionen, virtuelle Shops, digitale Avatare und Non-Fungible Tokens (NFTs) eingeführt, um digitalaffine Zielgruppen zu erreichen. Es bestehen jedoch Bedenken hinsichtlich des Diebstahls geistigen Eigentums in einer grenzenlosen virtuellen Welt, und die Auswirkungen auf die gesamte Branche sind noch nicht absehbar. Beispielsweise ist es möglicherweise noch zu früh, die Auswirkungen des Metaverse auf den Verkauf physischer Kleidung zuverlässig vorherzusagen – virtuelle Umgebungen werden in verschiedenen Regionen und unter unterschiedlichsten Umständen sehr unterschiedlich genutzt, sodass der Modemarkt sein einzigartiges Potenzial möglicherweise noch nicht vollständig erfasst hat.
Nachhaltigkeit: Die Textil- und Bekleidungsindustrie (T&A) kämpft weiterhin darum, sich von den Konventionen der Massenproduktion und der Fast Fashion zu lösen, insbesondere in wichtigen Textilzentren in Asien. Digitale Produktionstechnologien und -systeme tragen maßgeblich dazu bei. Gleichzeitig bietet die Digitalisierung aber auch einen potenziellen Ausweg aus diesen nicht nachhaltigen Traditionen. Da die Herstellung von T&A-Produkten den größten Beitrag zum CO₂-Fußabdruck der Branche leistet, bietet die Digitalisierung in der Produktion die notwendige Chance, den Konsum zu reduzieren. Der Einsatz vernetzter Maschinen und intelligenter Fabriken ermöglicht die Erfassung von Big Data – diese fundierten Daten tragen dazu bei, die Warenproduktion entlang der gesamten Lieferkette produktiver und effizienter zu gestalten. Energiemanagement, Effizienzüberwachung und vorausschauende Wartung eröffnen zudem Möglichkeiten zur Reduzierung des Energieverbrauchs, während intelligente Sensoren und digitale Plattformen Einsparpotenziale beim Wasser- und Chemikalienverbrauch aufzeigen können. Darüber hinaus können digitale Maschinen selbst traditionelle Prozesse ersetzen.
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Veröffentlichungsdatum: 04.03.2024

